Über mich
Über mich
Ich bin Thomas, fast 63, und ich lebe seit vielen Jahren mit einer Angststörung und Panikattacken. Nicht aus Büchern, sondern mittendrin im Alltag. Nach außen war vieles lange unauffällig: Job, Gespräche, normales Leben.
Innen sah es anders aus – Anspannung, Grübeln, dieses ständige Gefühl: Gleich passiert etwas. Situationen, die für andere völlig normal sind, konnten bei mir plötzlich kippen.
Ohne Vorwarnung. Ohne Grund. Wer das kennt, weiß: Das lässt sich nicht einfach wegdenken.

Angst im Alltag
Ich habe mir oft Fragen gestellt: Warum reagiere ich so? Wo kommt diese Angst her? Was passiert da eigentlich im Kopf? Wie kann ich die Angst endlich loswerden? Wie gelingt es mir wieder mein Leben mit Freude zu leben? Mit der Zeit wurde manches klarer. Zusammenhänge, alte Erfahrungen, Muster, die lange unbewusst waren. Die Angst war nicht einfach „da“ – sie hatte ihre Geschichte.
Mein Umgang mit der Angst
Angst ist nicht einfach händelbar. Es gibt keinen Schalter, den wir einfach umlegen können. Kein Allheilmittel. Und meiner Meinung auch keinen auf jeden Menschen, mit Angststörungen, passenden Plan. Nach meinen Erfahrungen bleibt nur den für den einzelnen Menschen passenden Umgang zu finden.
Aber, bestimmte Herangehensweisen passen – jedenfalls nach meiner Überzeugung – für viele Menschen mit Angststörungen.
Einerseits – den Kampf gegen die Angst aufzugeben. Denn, je mehr du kämpfst desto stärker wird die Angst. Und, was mir sehr geholfen hat, sind offene Gespräche mit vertrauten Menschen. Die einfach zu hören, ohne gleich irgendwelche Ratschläge zu geben. Das Öffnen, das Sprechen über die Ängste und Sorgen entlastet.
Mit der Zeit hat sich etwas verändert: weniger Widerstand, etwas mehr Abstand und sogar ein bisschen Humor
Das nimmt der Angst oft die Kraft.
Was sich tatsächlich verändert hat
Früher war die Angst sofort da und ich war sofort drin. Gedanken haben sich hochgeschaukelt, der Körper hat reagiert, und ich hatte das Gefühl: Ich muss hier raus. Heute merke ich die Angst früher. Zum Beispiel im Alltag: Ich sitze irgendwo, merke diese Unruhe im Körper, diese Gedanken, dieses Grübeln im Kopf – früher wäre das sofort eskaliert.
Heute passiert eher das: Ich nehme es wahr, aber ich gehe nicht mehr automatisch mit. Die Gedanken kommen immer noch. Aber sie ziehen mich nicht mit sich. Es fühlt sich eher so an, als würde die Angst nebenherlaufen – nicht mehr komplett das Steuer übernehmen.
Es gibt immer noch Momente, in denen sie stärker wird. Aber sie bleibt nicht mehr so lange. Und vor allem: Ich habe nicht mehr ständig das Gefühl, ihr ausgeliefert zu sein.
Warum ich diese Seite schreibe?
Ich schreibe über: das, was ich erlebt habe, und über das, was mir geholfen hat. Und vor allem wie es mir gelungen ist, endlich wieder mein Leben mit Freude zu leben, und glücklich zu sein.
Das bedeutet nicht, dass ich plötzlich meine Angststörung los bin – nein, auch heute noch erlebe ich Phasen, dass ich Ängste habe, Unsicherheiten und Sorgen, ja und auch Panikattacken.
Aber ich weiß, ich kann heute damit umgehen.
Hinweis
Hinweis: Ich bin kein Arzt und kein Therapeut. Ich gebe keine medizinischen Ratschläge und keine Empfehlungen zu Therapien oder Medikamenten. Hier geht es nur um eines: Meine Erfahrungen mit Angst im Alltag, mit Panikattacken und mit schwierigen Phasen.
